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Unterabschnittsübung: Schadstoffaustritt und Menschenrettung

Unterabschnittsübung: Schadstoffaustritt und Menschenrettung

Susanne Huber

Am 6. Oktober 2018 haben wir nicht nur anlässlich der langen Nacht der Museen Gäste im Feuerwehrhaus betreut. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen unseres derzeitigen Ausbildungsschwerpunktes zum Thema Schadstoffdienst.

Unter Beteiligung mehrerer Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk sowie des Roten Kreuzes Bruck an der Leitha fand am Samstag eine umfassende Einsatzübung statt. Knapp 80 Feuerwehrmitglieder nahmen insgesamt an der Unterabschnittsübung teil und setzten ihre Kenntnisse im Bereich Schadstoffdienst praktisch um.

Übungsannahme war ein Unfall mit einem Tank-Sattelschleppfahrzeug auf dem Betriebsgelände der Fa. Bunge Austria im Industriegelände West. Zwei Personen waren laut dem fiktiven Szenario mit dem Gefahrenstoff Hexan in Berührung gekommen und mussten aus der Gefahrenzone gerettet sowie medizinisch versorgt werden. Ebenso galt es das entstandene Leck am Unfallfahrzeug abzudichten und den bereits ausgetretenen Stoff zu binden.

Mit der „Alarmierung“ um 14:02 Uhr übernahm unser Sachbearbeiter für Schadstoffdienst, Löschmeister Manuel Prikler, die Einsatzleitung für die Übung. Nach Eintreffen am Berufungsort erkundete er unverzüglich die Lage und begann mit der Koordinierung der verfügbaren Kräfte.

Der erste Atemschutztrupp rüstete sich sofort für die erforderliche Menschenrettung aus dem Gefahrenbereich aus. Da vorerst noch von einer unklaren Lage mit unbekanntem Gefahrenstoff ausgegangen werden musste, kamen gasdichte und umluftunabhängig verwendbare Chemikalienschutzanzüge mit der höchsten Schutzstufe 3 zum Einsatz. Zeitgleich mit der Rettung der beiden verunglückten Personen aus dem Gefahrenbereich erfolgte der Aufbau eines Not-Dekontaminierungsplatzes, an dem alle Personen, die mit dem Schadstoff in Berührung gekommen waren, dekontaminiert werden konnten. Die „Verletzten“ wurden am Anschluss an das Rote Kreuz übergeben.

Um 14:29 Uhr übernahm der zeitgleich mit uns alarmierte Schadstoffzug aus Schwechat nach seinem Eintreffen mit über 30 Mann ebenfalls unter schwerem Atemschutz und in Schutzanzügen die weiteren Schritte bei der Versorgung der unmittelbaren Gefahrenstelle. Mit der erfolgreichen Abdichtung des Lecks an dem Tankfahrzeug und der fachgerechten Bindung der Chemikalie war das Übungsziel um 15:12 Uhr erreicht und die Übung wurde beendet.

Wie bei derart groß angelegten Übungen üblich, erfolgte im Anschluss eine genaue Nachbesprechung der Abläufe. Zwei Übungsbeobachter aus Wilfleinsdorf und Schwechat und auch die Vertreter der Fa. Bunge fassten ihre Beobachtungen und Rückmeldungen für zukünftige Einsätze zusammen. Feuerwehrkommandant Brandrat Claus Wimmer und Übungsleiter Manuel Prikler zeigten sich zufrieden und betonten, wie wichtig es ist, die praktische Handhabung der Chemikalienschutzanzüge wie auch wichtige Abläufe feuerwehrübergreifend zu trainieren. Dementsprechend bedankten sich beide auch bei den teilnehmenden Kameraden aus den Feuerwehren Bruck, Wilfleinsdorf, Höflein, Sarasdorf, Fischamend, Hainburg, Lanzendorf und Schwechat für die Zusammenarbeit und ihre für den Feuerwehrdienst eingesetzte Freizeit.

Unser besonderer Dank gilt der Firma Bunge Austria GmbH, mit der uns seit Jahren eine enge Kooperation verbindet. Im Frühjahr wurden uns von Fa. Bunge drei Stück Chemikalienschutzanzüge „CPS 7900“ von Dräger zur Verfügung gestellt. Diese sind in hohem Maße beständig gegen aggressive Stoffe und bieten größtmögliche Abschirmung. Außerdem finden regelmäßige Feuerwehrübungen auf dem Betriebsgelände in Bruck an der Leitha statt, bei denen speziell auf dem Gebiet des Schadstoffdienstes geübt wird. Weitere drei solcher Schutzanzüge haben wir von der Stadtgemeinde erhalten, sodass wir für den Einsatzfall zwei vollausgerüstete Trupps ausrüsten können.

Fotos: Bunge Austria GmbH.

 

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