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Brandheiße Fortbildung für Freiwillige des Roten Kreuzes

Brandheiße Fortbildung für Freiwillige des Roten Kreuzes

Susanne Huber

Am 05. Juni 2019 nahmen 17 freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus dem Bereich Gesundheits- und Soziale Dienste an einer theoretischen Schulung zum Thema „Verhalten im Brandfall“ und einem darauf folgenden praktischen Feuerlöschtraining teil. Ziel der Ausbildung war es den Kursteilnehmern in Ihrem Dienst und auch privat Sicherheit in Brandsituationen zu geben.

Zum Einstieg wurde unter der Leitung von OBM Robert Gerstbauer die notwendige Theorie rund um das Feuer sowie der wirksamsten Löschmedien erklärt. Auch auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern im Wohnbereich wurde ausdrücklich hingewiesen, haben doch solche Geräte bereits etliche Menschenleben gerettet. Zur großen Zufriedenheit von OBM Robert Gerstbauer zeigten sich die Teilnehmer sehr interessiert und stellten während des gesamten Vortrags viele wichtige Fragen. Durch die hohe Motivation und Mitarbeit der Kursteilnehmer konnte so auch der theoretische Teil kurzweilig gestaltet werden.

Den praktischen Teil übernahmen dann LM Manuel Schansky und FM Moritz Reisenberger. In den folgenden Stationen mussten die Teilnehmer selber Hand anlegen, um Brände löschen.

Station 1: Rückzünden
Der sogenannte Glutbrandpulverlöscher ist in Haushalten aufgrund seines geringen Anschaffungspreises und seines großen Einsatzspektrums weit verbreitet. Jedoch besitzt dieser auch einige Merkmale, die man bei der Anwendung beachten muss. Neben der starken Sichtbehinderung kommt es aufgrund seiner Löscheigenschaften bei Bränden fester Stoffe (z. B. Holz) ohne zusätzliche Maßnahmen leicht zu Rückzündungen. Ein brennender Holzstapel wurde von einem Kursteilnehmer mittels Glutbrandpulverlöscher vermeintlich gelöscht, jedoch nach einiger Zeit entflammte das Holz teilweise bereits wieder. Die Wichtigkeit, nach dem Löschen die Brandstelle im Auge zu behalten, sowie zumindest mit Wasser nachzulöschen wurde den erstaunten Teilnehmern in dieser Station bewusst vor Augen geführt.

Station 2: Löschen eines Flüssigkeitsbrandes
Bei der zweiten Station war ein Brand aus einem Benzin-Diesel-Gemisch mittels verschiedener Feuerlöscherarten zu bekämpfen, wobei diese Aufgabe von jedem Teilnehmer mindestens einmal durchzuführen war. Hierbei konnten erneut die Unterschiede der verschiedenen Feuerlöscherarten, auf welche im Theorieteil bereits eingegangen worden war, beobachtet werden. Auch die starke Wärmestrahlung, welche von einem relativ kleinen Brand ausgeht, sorgte für Erstaunen.

Station 3: Fettexplosion
Kurz nicht auf den Herd geschaut und schon brennt das Öl in der Pfanne. Aber was nun? Einfach mit Wasser löschen? Bloß nicht, denn Fette oder Öle brennen so heiß, dass das eingebrachte Löschwasser schlagartig verdampft! Dabei wird das brennende Öl mitgezogen und es kommt zur gefährlichen Fettexplosion. Dies konnte mit einer Pfanne voller Öl demonstriert werden. Die eineinhalb Meter hohe Stichflamme hätte in einer Küche bestimmt erheblichen Schaden angerichtet. Die viel bessere Wahl ist in diesem Fall, das Feuer einfach mit einem passenden Deckel zu ersticken. Auch die griffbereite Bevorratung einer Löschdecke im Haushalt ist anzuraten.

Wir wünschen allen Kameraden des Roten Kreuzes, dass sie trotz aufgefrischtem Wissen nicht in eine gefährliche Brandsituation geraten mögen!

Bericht: FM Moritz Reisenberger und OBM Robert Gerstbauer

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